Griechenland

Das Haus der Familie                                                                 Ein Ort der Aufnahme und der Annahme

 

Filipo und Fabiola Bianchini

Im Jahre 2014 geben Filipo und Fabiola Bianchini alles auf, was sie in Italien haben (Arbeit, Wohnung, usw.) und ziehen ganz auf die Vorsehung vertrauend nach Athen in Griechenland. Sie gründen dort eine „Casa Famligia“ oder „Haus der Familie“ genannt nach dem Vorbild vieler solcher Häuser der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII, welcher sie angehören.

Die Gemeinschaft Papst Johannes XXIII (gegründet 1972) ist mit vielen Häusern und anderen sozialen und caritativen Werken in über 41 Ländern der Welt präsent. Ihr zentrales Anliegen ist die Bekämpfung der Armut – in all ihren Varianten und Ausprägungen. Armut zeigt sich heute in sehr vielen Bereichen der Gesellschaft und in allen Ländern der Welt den Armen und den Reichen. Armut geht immer einher dramatischen Mangelerscheinungen:  In den sehr armen Ländern vorwiegend durch physische oder körperliche, in den wohlhabenden Ländern oft mehr durch seelische oder psychische.

Ein „Haus der Familie“ ist geformt nach dem Vorbild der natürlichen Familie: Es gibt jeweils eine väterliche und eine mütterliche Bezugsperson, die sich beide entschieden haben, ihr Leben mit unterschiedlichsten Menschen in einer Wohngemeinschaft zu teilen: Diese familiengleichen Wohngemeinschaften antworten damit auf die wesentlichen Bedürfnissen des Menschen: geliebt zu werden, für jemanden nützlich zu sein und stabile und liebevolle  Beziehungen aufzubauen.

Damit ermöglicht es das Haus der Familie Menschen verschiedener Herkunft, Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, Gesunden und Kranken,  durch die Art des Zusammenlebens und die unterschiedlichen Erfahrungen jedes einzelnen, das zentrale Bedürfnis nach Liebe und Heilung  gemeinsam zu leben. Ausgehend von diesem Ort der Aufnahme und der Annahme, kann der einzelne aus oft schwieriger Situation wieder ganz neu ins Leben zurückzufinden.

Darüber hinaus gibt es „Mitarbeiter“ in einem „Haus der Familie“. Das können Freiwillige, Praktikanten aus Schule und Universität, Menschen, die sich die Frage nach ihrer Berufung stellen, Priester oder Ordensleute sein.

Ein Haus der Familie - in Athen

 

 

Seit 2014 gibt es eben ein solches „Haus der Familie“ auch in Neos Kosmos, Athen. Das Ehepaar Bianchini hatte sich entschlossen, diesen Schritt zu wagen, nach dem Aufruf von Papst Benedikt XVI. beim Weltfamilientreffen 2012 in Mailand christliches Familienleben und Gemeinschaft überall zu leben und zu verbreiten. Sie leben seit 2014 mit zwei leiblichen und zwei adoptiv Kinder in einem größeren, angemieteten Gebäude. In dieses Haus haben sie seither weitere 6 Personen aufgenommen: Kindern und Erwachsene, die vereinsamt und verzweifelt quasi auf der Straße lebten - mehr noch sie haben diese angenommen als Söhne und Töchter, als Brüder und Schwestern.

… und das Werk der Liebe wächst

 

Aus der Begegnung mit Obdachlosen, die einige Mitglieder des Hauses der Familie auf ihren täglich Rundgängen durch die Armutsviertel der Stadt gemacht haben – ist im Oktober 2017 eine weiteres Werk erwachsen:  die „Capanna di Betlemme“ oder „Hütte von Bethlehem“ genannt.     Obdachlose können sich dort treffen, gemeinsam Essen, ihre Wäsche waschen, sich duschen, Zeit miteinander verbringen. Manche bleiben über Nacht, andere kommen nur für ein paar Stunden.

 

Support International e.V. möchte dieses Haus der Familie sowie die Hütte von Bethlehem und weitere entstehende Projekte, um dieses Haus der Familie fördern und unterstützen. Die geplante Unterstützung reicht von einer Beteiligung an der Miete über die Bezahlung der Strom-, Wasser- oder Gas-Rechnung bis hin zu Zuschüssen für den Einkauf von Artikeln des täglichen Bedarfes.

Projektverantwortung

Mirvana Stragaj: mirvana.stragaj@supportinternational.de

Stephan Scholz: stephan.scholz@supportinternational.de