Werke in Lesbos

Unsere Werke in Lesbos

 

Die katastrophale Situation der aus der Türkei kommenden Flüchtlinge auf den griechischen Inseln hat mit dem Brand des Flüchtlingslagers in Moria auf der Insel Lesbos ein tragisch leuchtendes Fanal gefunden. Als Antwort auf diesen dramatischen Hilferuf haben unsere Freunde in Athen begonnen, mit einem Projekt auf der Insel Lesbos humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge zu leisten. Sie unterstützen zusammen mit Günther, den wir im Rahmen dieser Hilfe kennen lernen durften, eine ganze Reihe von Aktivitäten auf der Insel Lesbos.

Die Lage der Flüchtlinge auf Lesbos entwickelt sich sehr dynamisch: aus verschiedenen Gründen sind die griechischen Behörden sehr daran interessiert, die Anzahl der Geflüchteten auf den Inseln zur reduzieren – so ist die Zahl auf Lesbos von ursprünglich ca. 25.000 gesunken auf ca. 2000 im Januar 2022.

Einen weiteren Zustrom versucht die griechische Küstenwache in Kooperation mit Frontex immer wieder, teilweise mit Härte, zu unterbinden. Der Zustand im Lager KaraTepe – finanziert durch EU-Gelderhat sich zumindest objektiv verbessert (Zelte wurden z.B. durch kleine Wohncontainer oder kleine Kunststoffhäuser ersetzt). Die Lager werden jedoch immer mehr abgeschirmt, der Zugang ist nur bestimmten Personen möglich.

Die Liste der Aktivitäten unserer Freunde auf Lesbos ist vielfältig:

•   sie treffen Flüchtlinge, die in den Lagern oder auch außerhalb leben;

•   sie unterstützen sie bei der Versorgung der Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Medikamente, Kleidung, usw.  Auch Begleitung zur medizinischen Versorgung, zu der Flüchtlinge ohne Hilfe nur schwer Zugang haben, ist immer wieder nötig.

•   Für einzelne besonders dramatische Schicksale organisieren sie über einen sogenannten „Humanitarian Corridor“ den schnellen und unbürokratischen Transfer nach Italien, der zwischen dem Vatikan und den Behörden beider Länder vereinbart wurde.

Manchmal gelingt es auch auf dem "normalen" Wege - Familien  nach intensiver Betreuung den Weg in eine neue Zukunft zu ermöglichen. Im angehängten Dokument ist das für 3 Familien exemplarisch geschildert ist.

 

In Lesbos kooperieren wir mit der lokalen NGO Home for All,  bei der Günther durch längere Aufenthalte vor Ort auf Lesbos sehr aktiv ist.

Home for All bringt den Flüchtlingen warme Mahlzeiten ins Lager (als lokale NGO haben sie Zutritt zum Lager), organisiert für die Kinder und jungen Menschen Schul- und Weiterbildungsangebote, unterstützt Flüchtlinge bei der Kommunikation mit den Behörden und hilft oft einfach und vor allem anderen durch menschliche Nähe und Wärme.

Support International unterstützt aktiv das neueste Projekt Home Village mit der Übernahme der Kosten für die Pflanzung und Pflege von Obst- und Olivenbäumen. Damit wird nicht nur Olivenöl produziert, das in der eigenen Küche verwendet und auch verkauft wird, es gibt auch einigen Flüchtlingen und Einheimischen eine wirtschaftliche Lebensgrundlage und trägt zu einer klimafreundlichen Kultivierung von bisher ungenutzten Grundstücken bei. Detaillierte Informationen zu diesem sehr schönen und nachhaltig nützlichen Projekt können Sie hier gewinnen.

Projektverantwortung

Günther Jäger: guenther.jaeger@supportinternational.de

Herzlichen Dank für Ihre Spenden unter Verwendungszweck: Hilfe Lesbos