Neues Land für eine neue Zukunft

Neues Land für eine neue Zukunft

Mit großem Erfolg wurde unser Projekt "Neues Land für eine neue Zukunft"  Ende Januar 2022 beendet!

Dieses Ergebnis grenzt an ein kleines Wunder, wenn man an die dramatische Situation denkt, in der sich der Libanon derzeit befindet. Tatsächlich wurde dieses Projekt geplant, um die soziale und wirtschaftliche Not der bedürftigen Haushalte im Bezirk Marjayoun im Süden zu lindern. Seit der Planung des Projekts hat sich die Situation in Libanon deutlich verschlimmert: Der beinahe komplette Zusammenbruch der Wirtschaft erhöhte die Arbeitslosigkeit und vergrößerte die ohnehin schon weit verbreitete Armut.

Das Projekt hat - wenn auch befristete - Arbeitsplätze geschaffen und die Ernährungslage in dem Gebiet nachhaltig verbessert - also zwei in der gegenwärtigen Lage sehr wichtig Fortschritte gleichzeitig ermöglicht.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht über das ganze Projekt.

Großen Dank an die Schmitz Stiftungen, die dieses Projekt co-finanziert haben.

 

Kurz gefasst - die Eckdaten zum Projekt:

Wann: 01.07.2021 - 31.01.2022

Wer: 43 Teilnehmer, darunter: 16 Syrer, 27 Libanesen; 14 Frauen, 29 Männer; 14 Jugendliche, 29 Erwachsene. Drei erfahrene Landwirte als leitende Fachkräfte, zwei erfahrene Koordinatoren und 38 gering Qualifizierte als Arbeitskräfte.

Was: in 1641 Arbeitstagen wurden eine 2.6 Hektar große ehemalige Klostergärtnerei eines verlassenen Klosters sowie zwei brachliegende Felder in der Ebene von Marjayoun/Sarada-Ebene rekultiviert. Es wurden etwa vier Tonnen frisches Gemüse geerntet und an Familien der Umgebung verteilt, die von den lokalen Behörden als besonders bedürftig eingestuft wurden.

 

In dieser Bilderreihe wollen wir Eindrücke des Projektes wiedergeben:

Auswahl der Teilnehmern und Vorbereitungstreffen mit ihnen

Eine erste Auswahl der Teilnehmer erfolgte nach direkter Ansprache und Empfehlungen von anderen Organisationen, Wohlfahrtsverbänden, ehemaligen und aktuellen Begünstigten anderer Programme und Gemeinden; außerdem wurde das Vulnerability Assessment Tool eingesetzt, ein von AVSI entwickeltes Instrument, wodurch man verschiedene Bereiche potentieller Verwundbarkeit identifiziert und die Begünstigten dementsprechend einstuft.

 

Die Vorbereitung des Landes

Wo alte Gewächshäuser standen und auf den Feldern wurden alte Materialien, Steine, Schutt und trockenes Unkraut entfernt. Parallel dazu wurden der Keller und ein kleiner Raum im Obergeschoss eines alten Klosters aufgeräumt, um als Lagerraum genutzt zu werden.

Aktivitäten Cash-for-Work

In den Sommer- und Herbstmonaten wurde täglich gearbeitet in jeweils 6-stündigen Schichten in verschiedenen Teams. In den Wintermonaten wurde der Arbeitseinsatz etwas gedrosselt. Angeleitet und koordiniert wurde vom Fachpersonal der AVSI.

Informelle Trainingseinheiten

Die Aktivitäten wurden durch kurzen informelle Schulungen unterbrochen, die praktische Vorführungen vor Ort und Erklärungen zu den durchzuführenden Arbeiten umfassten: von der Anleitung wie man Bewässerungssystemen anlegt, über Erklärungen zum richtigen Pflanzen-Anbau im Innen- und Außenbereich und der Schädlingsbekämpfung bis hin zum richtigen Baumschnitt.

Sanierung des Wasserreservoirs

Die kluge Sanierung eines alten Wasserreservoirs erlaubte ein Pumpsystem zu vermeiden, welches bei der gegenwärtig unsicheren Stromversorgung im Libanon ohnehin nur zeitweise funktioniert hätte. Durch das Anlegen dieses Reservoirs wurde das Land mit einem umweltfreundlichen und nachhaltigen Wasserversorgungssystem ausgestattet.

 

Die Ernte

Anfang November begann die Erntezeit, sie dauerte bis Mitte Januar 2022.

Die Verteilung der Lebensmittelpakete

Die Verteilung erreichte 1646 Haushalte in acht Gemeinden (Qlayaa, Debbine, Bourj El Molouk, Blat, Ebl El Saqi, Wazzani, Ein Arab, Deir Mimas) und neun sogenannte "Informal Tent Settlements" - die Zeltlager der syrischen Flüchtlinge in dieser Gegend.

Projektabschluss

Am Ende des Projekts wurden 36 Teilnehmer ausgewählt, die, aufgrund ihres Engagements und ihrer Bereitschaft, ihre Arbeit in der Landwirtschaft fortsetzen möchten. Sie erhielten als Anerkennung ein Nachhaltigkeitspaket, das aus einer Reihe von landwirtschaftlichen Werkzeugen besteht.