Medizinische Hilfe mit Dobra Fabryka

Medizinische Hilfe mit Dobra Fabryka

Unter dem etwas sperrigen Titel "Verteilung von Notfall-Verbrauchsmaterial an kritische Krankenhäuser in der Ostukraine" helfen wir mit diesem Projekt drei Krankenhäusern im Osten der Ukraine, nahe der Front, mit dem nötigsten medizinischen Verbrauchsmaterial zu versorgen. Alle drei Krankenhäuser befinden sich im Großraum der Stadt Dnipro einer Stadt am Dnjepr südwestlich von Charkiw und nördlich von Saporischschja.

Ermöglicht wird dieses Projekt ausschließlich durch die außerordentlich großzügige Unterstützung der Else-Kröner-Fresenius Stiftung, die für dieses Projekt 75% der Kosten trägt.

 

Ein paar Worte zum Kontext: Das Gesundheitssystem der Ukraine ist aus nachvollziehbaren Gründen ganz erheblich unter Druck:

Durch den direkten Beschuss von Gesundheitseinrichtungen. Die WHO hat seit dem 24. Februar 2022 mehr als 1000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine identifiziert und verifiziert.

Durch die Zerstörung der Versorgungseinrichtungen wie z. B. Strom, Wasser usw., was die Funktionsfähigkeit der Gesundheitseinrichtungen teilweise stark beeinträchtigt.

Durch die erschwerte Versorgung von Apotheken und Krankenhäusern, in den vom Krieg direkt betroffen Gebieten.

Durch den erhöhten Bedarf an medizinischen Gütern wie Medikamente, Verbandsmaterial und chirurgischem Gerät zur Versorgung der vielen verletzten und traumatisierten Personen.

Die Umsetzung des Projektes liegt in den Händen des uns mittlerweile sehr vertrauten Partner Dobra Fabryka Ukraina und erfolgt in folgenden genau geplanten Schritten:

Das Projekt beginnt mit einer Aktualisierung des Ad-hoc-Bedarfs in den ausgewählten Krankenhäusern: Überprüfung und Validierung der medizinischen Anfragen mit dem Dnipro Health Sub-National Cluster unter dem Vorsitz der WHO, um die aktuelle Bedarf so genau wie möglich zu gewährleisten.

Nach der Feststellung des aktuellen Bedarfs folgt eine professionelle Beschaffung der notwendigen Artikel: diese erfolgt nach genauen Beschaffungsrichtlinien, die einen transparente und integrative Prozess garantieren: es werden Angebote von mehreren unabhängigen Anbietern (medizinischer Großhandel,  Pharmaunternehmen) eingeholt. Auf Grundlage einer vergleichenden Analyse von Preisen, der Verfügbarkeit, Liefermöglichkeiten und Zuverlässigkeit wird der Lieferant vom Beschaffungsausschuss auf transparente und dokumentierte Weise ausgewählt.

Nach der Beschaffung folgt die gerade in den Gebieten der geplanten Krankenhäusern alles andere als einfache Lieferung und Verteilung der Artikel. Erst wird die oft komplizierte Logistik organisiert. Die Lieferung und Verteilung erfolgen als Teile größerer humanitärer Konvois, in die Gebiete, wo die Krankenhäuser sind. Da sie teilweise nur 20-30 km von der Frontlinie entfernt sind muss die Logistik in strenger Übereinstimmung mit dem nationalen Sicherheitsbriefing und vorgegebenen Sicherheitsrichtlinien erfolgen. Da solche Nachschublieferungen gerne Ziel von Angriffen ist, muss hier mit äußerster Vorsicht und Vorausschau vorgegangen werden.

Herzlichen Dank für Ihre Spenden unter Verwendungszweck: HelpUkraine

Projektverantwortung

Stephan Scholz: stephan.scholz@supportinternational.de