UGANDA – Eine Reise voller Begegnungen

Begegnungen, Austausch und neue Perspektiven

Anfang April reisten wir (Gaby, Erica und Adolf) für eine Woche nach Kampala, um unsere Partnerprojekte vor Ort zu besuchen, bestehende Kooperationen zu stärken und neue Impulse mitzunehmen. Die Reise war geprägt von intensiven Begegnungen, bewegenden Momenten und viel gegenseitigem Lernen.

Meeting Point International

Ein Schwerpunkt unseres Aufenthalts lag auf der Arbeit des Meeting Point International und seiner Partner im Rahmen eines Projekts, das vom Deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. In diesem Zusammenhang besuchten wir die Ausbildungsstätte UIRI, an der Frauen des MPI praxisnahe Kurse wie Seifenherstellung und Backen absolvieren. Mit großem Stolz nahmen viele Teilnehmerinnen ihre Zertifikate entgegen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Gemeinsam tauschten wir uns zudem darüber aus, wie diese Initiativen künftig noch nachhaltiger unterstützt und weiterentwickelt werden können.

Gespräche mit den Projektpartnern des MPI durften dabei selbstverständlich nicht fehlen. Im Mittelpunkt standen langfristige Strategien, insbesondere die stärkere Einbindung von Familien und ihre Begleitung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Zudem boten die Treffen Raum für neue Ideen, den Austausch bewährter Ansätze (Best Practices) sowie die gemeinsame Auslotung zukünftiger Projekte.

Neben all der Arbeit blieb auch Raum für gemeinsames Feiern, für Musik, Tanz und Lachen. Diese Momente der Nähe und Herzlichkeit haben uns erneut gezeigt, wie lebendig und kraftvoll Gemeinschaft ist und wie gute Kooperation auch zu Freundschaft werden kann.

Luigi Giussani Schools

Auch an den Luigi Giussani Schools konnten wir erfreuliche Fortschritte feststellen: neue Gebäude, barrierefreie Zugänge und ein klarer Fokus auf ganzheitliche Bildung. An der High School begegneten wir Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen eines vom BMZ geförderten Projekts zusätzlich eine landwirtschaftliche Ausbildung erhalten haben. Die feierliche Zertifikatsübergabe wurde stimmungsvoll von einer Vorführung der neu gegründeten Brassband begleitet.

Patenschaftsprogramm

In beiden Schulen hatten wir auch die Möglichkeit einige der Kinder zu treffen, die durch unser Patenschaftsprogramm unterstützt werden. Der Moment war besonders bewegend und machte einmal mehr deutlich, wie wichtig diese Initiative für das Leben der Kinder und deren Familien ist.

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"Wir treffen Freunde, deren Herz und deren Wunsch für die Menschen den gleichen Ursprung hat. Wir sind wertvoll, weil ein Anderer uns gewollt hat.
Und diese Erkenntnis spiegelt sich in den Gesichtern der Frauen und Schülern"

— Gaby Wiest

Welcoming House

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war der gemeinsame Ausflug mit den Kindern des Welcoming House in den Botanischen Garten von Entebbe. Am Ufer des Victoriasees wurden wir mit einstudierten Tänzen herzlich empfangen. Der Tag war geprägt von Spielen, kleinen Entdeckungstouren und viel gemeinsamer Zeit. Dieser Ausflug bot den Kindern nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Alltag, sondern stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl und ließ uns spüren, Teil einer großen Familie zu sein.

Lubaga Hospital

Den Abschluss unseres Reiseberichts bildete der Besuch des Lubaga Hospital und der St. Michael Training School, der sich als besonders eindrucksvoll erwies. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Studierenden, die für uns ein Theaterstück aufführten und auf kreative sowie eindringliche Weise Einblicke in den Krankenhausalltag und gesundheitliche Themen vermittelten. Mit viel Engagement, Ausdruckskraft und auch Humor schafften sie es, ernste Inhalte verständlich und berührend auf Deutsch darzustellen. Ihr Einsatz machte deutlich, wie wichtig Aufklärung, Gemeinschaft und Eigeninitiative im Gesundheitswesen sind. Dass dieser Besuch am Ende unserer Reise stand, machte ihn keineswegs weniger bedeutend – vielmehr sorgten gerade die Begegnung mit den Studierenden und ihr Theaterstück für einen nachhaltigen, nachdenklichen und sehr persönlichen Abschluss.
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"Wir kehren dankbar und motiviert zurück – mit vielen Eindrücken, konkreten Ideen für die Weiterentwicklung unserer Projekte und der Gewissheit, wie wertvoll diese persönlichen Begegnungen sind."

— Erica Berni

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