Reisebericht Uganda 2020

Reisebericht Uganda 2020

Vom 7. bis zum 18. Februar 2020 hat eine kleine Gruppe von Support eine Projektreise nach Uganda, Ruanda und Burundi unternommen. Ziel der Reise war es nicht nur, unsere langjährigen Partner vom Meeting Point International (MPI) in Uganda zu besuchen, sondern auch die Projektpartner der neuen Projekte in Ruanda und Burundi kennenzulernen. Zwei Länder, wo Support International bisher nicht tätig war. Es ist unmöglich, alle Begegnungen, die beeindruckenden Schicksale, die Orte und die Erfahrungen in wenigen Zeilen festzuhalten. Trotzdem möchte ich einige der bedeutsamsten Momente, die diese Reise für mich ausgemacht haben, mit Ihnen teilen.

 

Uganda

 

 

In Uganda konnten wir unsere Freunde vom MPI (Meeting Point International) treffen und konkret durch den Alltag begleiten. Es wurde getanzt, gejubelt, gesprochen und für die Zukunft geplant. Sehr beeindruckend war die Energie und die Fröhlichkeit der Frauen des MPI. Obwohl viele von ihnen an einer HIV-Erkrankung leiden, sind sie voller Elan, ja fast „explosiv“! Ihre Positivität und Dankbarkeit zeigen sich in ihrer Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, die das Leben des Meeting Point International prägen.

 

 

 

 

Diese Frauen haben sich für ihre Kinder vor vielen Jahren eine Schule gewünscht, in der sich die Kinder so geliebt und wertvoll fühlen, wie die Mütter es selbst erfahren haben. Eine Schule, in der die Erziehung keine Strategie ist, sondern in erster Linie ihre Persönlichkeit im Blick hat. Darüber hinaus wurden zwei weitere Schulen gebaut, u.a. auch mit Hilfe vieler Spender weltweit: die Luigi Giussani High School (LGHS) und die Luigi Giussani Primary and Pre-Primary School (LGPPS). Wir durften diese zwei Schulzentren persönlich besichtigen und staunten darüber, welche Früchte dieses Erziehungskonzept bringt. Besonders beeindruckend war die Schönheit der LGHS, durch deren Räumlichkeiten uns Matteo Severgnini (der Bildungsreferent der LGHS) führte und wo man in jeder Ecke bestätigt finden konnte, dass Schönheit und Freiheit unverzichtbare Hilfsmittel zur Selbstfindung sind.

Luigi Giussani High School

Im Gespräch mit Matteo Severgnini

Von großem Interesse war der Besuch der Farm „Ssonde“ (worüber wir hier ausführlicher erzählen). Dieses Projekt wurde durch unsere Weihnachtsinitiativen unterstützt. Die Entwicklung des Bauernhofs Ssonde ist von großer Bedeutung für das Welcoming House, das Heim des MPI für verlassene und verwaiste Kinder. Die Produkte, die dort geerntet werden, sind eine optimale und gesunde Ernährung für die Kinder.

 

 

Die Stunden im Welcoming House bereiteten uns große Freude, und auch die Kinder waren sehr glücklich, uns kennenzulernen. Sie wollten mit uns spielen und singen. Manche haben für uns gekocht und uns gezeigt, was sie schon alles können. Es ist kein Zweifel, dass die Kinder im Welcoming House eine unglaubliche Liebe erfahren, sei es von „Auntie Rose“, der Leiterin des MPI, oder von Apofia, die diskret, ohne auffallen zu wollen, sich um die Kleinsten sorgt. Groß und Klein helfen einander, man behandelt sich mit Respekt und Achtsamkeit. Als wir dort waren, wurden für uns auf der klassischen Feuerstelle die leckersten Hähnchenflügel mit Pommes gekocht, die ich je gegessen habe!

 

Es war mein „erstes Mal“ in Uganda, und ich wurde von Eindrücken überflutet. Was ich am meisten wahrnahm, war die Dankbarkeit, dass wir in diesem Land Freunde gefunden haben, denen die Person wirklich am Herzen liegt. Egal, ob groß oder klein, alle werden in ihrer Würde und jedes Menschenleben als Geschenk wahrgenommen.

 

Bericht von Erica Berni.

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