Afragola

Erfolgreicher Abschluss!

Dank der großzügigen Spenden durch die Weihnachtsaktionen 2020 konnten bereits sechs Stipendiaten Anfang 2021 ihren Abschluss erreichen. Die Stipendiaten sind über die finanzielle Unterstützung sehr dankbar, denn ein nahezu als unmöglich erscheinender Wunsch geht für sie damit in Erfüllung.

Ein Berufsleben mit einer Perspektive auf ein regelmäßiges Gehalt und geregelten Arbeitszeiten ist für sie jetzt in greifbare Nähe gerückt. Insbesondere für diejenigen, die nach zwei oder mehr Jahren des Wartens sich nun das bestandene Examen zertifizieren lassen können. Denn ein Absolvent erhält das Abschlusszertifikat erst, wenn die kompletten Schulgebühren bezahlt sind. Daher gilt unser Dankeschön all denjenigen, die ihr Interesse an einzelnen Personen durch ihr finanzielles Zutun verwirklicht haben!

 

Meist sind es Geschehnisse, die unerwartet und nicht vorhersehbar in die bereits zerbrechliche Situation der Familien hereinbrechen. Dann wird die Frage, die anfallenden Schulgebühren zu bewältigen für sie zu einem unlösbaren Problem.

 

So war es auch bei Nampijja*. Sie verlor ihre an einer HIV-Infektion erkrankten Eltern. Ihr Onkel übernahm die Finanzierung ihrer Ausbildung zur Hebamme. Doch die Folgen von Covid 19 trafen ihn mit dem Verlust seines Jobs. Ohne anderweitige Hilfe gab es für Nampijja keine Chance, ihr Abschlusszertifikat zu erhalten.

Auch für Namuganda* veränderte sich die bereits bescheidene finanzielle Situation, als die Ernte nicht das einbrachte, was sich ihre Eltern davon versprachen. Namuganda ist die Erstgeborene von sieben Kindern. Die Bezahlung der Schulgebühren für ihre Ausbildung zur Krankenschwester war aussichtslos.

 

Nakazibwa* hat ihre Ausbildung zur Hebamme bereits im Jahr 2017 erfolgreich abgeschlossen. In ihrem Brief macht sie uns auf die großen finanziellen Schwierigkeiten ihrer Familie aufmerksam. Weder Familie noch Verwandte haben es bis heute geschafft, ihre Schulgebühren komplett zu erstatten. In demselben Fachbereich hat auch Nalubega* ihre Abschlussprüfungen vor zwei Jahren bestanden. Sie bittet um unsere Hilfe und schreibt, dass ihre Mutter ihre Ausbildung zunächst bezahlen konnte. Dann kam der Zeitpunkt, da sie ihren Copyshop wegen defekter Maschinen schließen musste. Ihr Vater kommt seiner Verantwortung für die fünf Kinder nicht nach. Er hat mit einer anderen Frau weitere Kinder, für die er jetzt sorgen muss.

Namuwonga*,seit 2019 ausgebildete Krankenschwester, war auf die Hilfe ihres Onkels angewiesen, da ihre alleinerziehende Mutter noch vier weitere Kinder versorgen muss. Seit seinem Unfall jedoch konnte er ihre Schulkosten nicht mehr übernehmen.

 

Im Namen aller Stipendiaten übersendet uns die Direktorin ein Dankesschreiben, das wir gerne weitergeben möchten: „Wir können Ihnen nicht genug für diese außerordentlich schönen Gesten danken und wir möchten Ihnen unsere Wertschätzung für die Freundlichkeit ausdrücken, die sie uns entgegengebracht haben, indem Sie uns zur Seite standen und uns eine helfende Hand reichten, als wir sie am meisten brauchten.“

 

Ein Dank, der für uns fast ein wenig zu überschwänglich erscheint, aber die Worte treffen genau den Kern einzelner Schicksale, die sonst vergessen und ohne Perspektive blieben.

 

*im Interesse der Privatsphäre haben wir fiktive Namen verwendet

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