CARE2: Mehr Zugang zu psychischer Gesundheit
Mit CARE2 geht unsere Arbeit in Ruanda in eine neue Phase. Aufbauend auf den Erfahrungen des ersten CARE-Projekts in Gatsibo wird der Ansatz nun in den Distrikten Ruhango und Kamonyi weiterentwickelt und erweitert.
Im Mittelpunkt steht weiterhin die Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung für Menschen mit psychischen, neurologischen und Suchterkrankungen. Gleichzeitig zeigt CARE2 deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Gemeinden selbst ist.
Im Vergleich zum ersten Projekt wird die Rolle der lokalen Gemeinschaften nun noch stärker betont: Rund 1.480 Dorfgesundheitsarbeiter unterstützen dabei, betroffene Menschen frühzeitig zu erkennen, sie zu begleiten und den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern. Auch Schulen und lokale Gemeinschaften werden stärker in Sensibilisierungsmaßnahmen einbezogen.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dieser Ansatz wirkt: Deutlich mehr Menschen erhalten heute Zugang zu Behandlung als vor Projektbeginn. Gleichzeitig bleiben jedoch viele Betroffene weiterhin unentdeckt, was zeigt, wie groß der Bedarf nach wie vor ist.
Ein weiterer wichtiger Fortschritt ist, dass deutlich weniger Menschen ihre Behandlung abbrechen als früher. Die kontinuierliche Begleitung durch lokale Gesundheitsarbeiter und Familien spielt dabei eine entscheidende Rolle.
CARE2 wird zudem wissenschaftlich begleitet, um besser zu verstehen, welche Maßnahmen besonders wirksam sind und wie die Versorgung langfristig weiter verbessert werden kann.
CARE2 zeigt damit sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen – und macht deutlich, dass der Aufbau einer funktionierenden psychischen Gesundheitsversorgung ein langfristiger Prozess ist, der eng mit den Gemeinden zusammenarbeitet.

Auch CARE2 wird – wie bereits CARE1 – durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördert. Wir sind der Stiftung sehr dankbar für ihr Vertrauen und ihre kontinuierliche Unterstützung, die es uns ermöglicht, die psychische Gesundheitsversorgung in Ruanda nachhaltig weiter auszubauen.


