Meeting Point International in Kampala
MENSCHEN NICHT AUF IHRE KRANKHEIT REDUZIEREN
Der Meeting Point International (MPI) ist eine von der ugandischen Regierung, der WHO und UNICEF anerkannte Organisation. Seit vielen Jahren begleitet sie Frauen, die von HIV/AIDS betroffen sind, sowie ihre Familien in den Slumgebieten von Kampala – insbesondere in Naguru, Kireka, Ntinda und Nsambya.
MPI unterstützt Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen durch Bildung, Einkommensmöglichkeiten und eine langfristige menschliche Begleitung. Was die Organisation besonders macht, ist nicht nur die Hilfe, sondern die Art, wie Menschen begleitet werden.
Einen schönen und aktuellen Eindruck über den Meeting Point International erhält man wenn den MPI Social Report 2025 liest.
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"Wir bieten den Frauen, Männern und Kindern eine Freundschaft an, in der sie nicht auf ihre Probleme und Krankheiten reduziert werden. Wir nehmen sie an und umarmen sie, weil ihr Menschsein eine unendliche Würde hat."
— Rose Busingye, Initiatorin des Meeting Point International in Kampala
WIE ALLES BEGANN
Alles begann mit einer jungen Krankenschwester: Rose Busingye. Während ihrer Arbeit in einem Krankenhaus in Kampala begegnete sie täglich Menschen mit HIV/AIDS. Im Krankenhaus konnte sie ihre Krankheit behandeln – aber nicht ihre Einsamkeit. Deshalb begann sie, die Menschen auch in ihren Häusern in den Slums von Kireka zu besuchen. Dort entstand etwas Unerwartetes: eine Freundschaft mit den Kranken und ihren Familien.
Eine der Frauen vom MPI erinnert sich:
„Rose ist einfach hereingekommen. Ich wollte nur noch sterben. Aber sie hat die Tür aufgebrochen und sich neben mich gesetzt! 'Vicky', hat sie gesagt, 'weißt du denn nicht, dass dein Wert viel größer ist als die Macht deiner Krankheit?' durch Rose habe ich entdeckt, dass ich einen unendlichen Wert als Mensch habe, egal wie krank oder schwach ich bin.“
Aus diesen Begegnungen entstand der Meeting Point – ein Ort, an dem Menschen sich treffen, einander begleiten und neue Hoffnung finden konnten. Einige Jahre später ergänzten die Frauen selbst den Namen um „International“. „Weil das Herz des Menschen überall das gleiche ist." Beim Meeting Point International ist jeder willkommen – für die afrikanische Stammeskultur ist das etwas unerhört Neues.
WENN EIN MENSCH SEINEN WERT ENTDECKT
Wer Rose kennengelernt hat, kann nachvollziehen, welche Kraft ihre Worte haben:
„Jeden Tag arbeite ich mit Menschen, deren Leben vor allem von Leid geprägt ist, Menschen mit AIDS. Mütter wachen morgens auf und weinen um ihre toten Kinder, Kinder weinen um ihre verstorbenen Eltern. Ich kann diesen Menschen nur helfen, wenn ich selbst mit einer Hoffnung und Gewissheit lebe, in der auch Leiden und Tod nicht völlig sinnlos sind.“
Viele Frauen, die zunächst selbst Hilfe erhielten, begannen später, Verantwortung für andere zu übernehmen. Sie besuchten kranke Nachbarinnen, unterstützten Familien und entwickelten eigene kleine Einkommensmöglichkeiten – zum Beispiel durch handgefertigten Schmuck aus recyceltem Papier.
Für MPI ist genau das der entscheidende Schritt: Wenn Menschen ihren eigenen Wert entdecken, werden sie selbst zu Hoffnungsträgern für andere.





