Jahresbericht 2014

Unseren Jahresbericht können Sie sich als PDF anschauen. Klicken Sie dazu auf das Bild.

Support_JB_2014_final

 

Share Button

Jahresbericht 2012

Unseren Jahresbericht 2012 können Sie als PDF herunterladen. Klicken Sie dazu auf das Bild.

Support_Jahresbericht_2012

Share Button

Jahresbericht 2010

Unseren Jahresbericht können Sie als PDF herunterladen. Klicken Sie dazu auf das Bild.

Support_Flyer_Abschluss_2010

Share Button

Reisebericht: Uganda Januar 2010

Begegnungen in Kampala

Eindrücke von unserer Reise nach Uganda im Januar 2010

“Als ich das erste Mal mit Rose sprach, war es, als ob ich sagen könnte, ich bin kein Waise mehr”, erzählt Freddy den “Muzungu”, also uns acht Weißen. Mitarbeiter unseres Vereins sind mit einigen Paten und zwei interessierten Schülerinnen erneut Gäste des Meeting Point International. Freddy erzählt uns seine Geschichte im neu errichteten “Permanent Center of Education”, einer Lehrerfortbildungsstätte, an der bereits mehr als 15.000 Lehrer, Ärzte und Krankenschwestern unterrichtet wurden.

Freddy gehört zu den 2.500 Kindern und Jugendlichen aus den Slums von Naguru und Kireka, die ihre Eltern verloren haben und nun Unterstützung über den Meeting Point erhalten. 200 Mädchen und Jungen davon haben oder hatten einen deutschen Paten. Manche der Kinder und Jugendlichen sind Waisen geworden, weil nur sie den Angriff von Rebellen auf ihr Dorf überlebten, viele andere haben ihre Mutter und Vater durch Aids verloren. “Nach wie vor hat keine andere Infektionskrankheit solche verheerenden Auswirkungen auf das Leben von Kindern wie HIV/Aids. Alle 14 Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Kind Waise.

Freddy ist glücklich, in die Schule gehen zu können. Die Freude ist ihm anzusehen. Die Gebühren dafür bezahlt sein Pate. Doch nicht allein der Schulbesuch ist für die Kinder wichtig. “Vielmehr verbindet sie mit den Sozialarbeitern des Meeting Point International eine Freundschaft, die ihnen hilft, ihr Leben anzugehen”. Dazu gehört der frühe Tod der Eltern, die scheinbare Perspektivlosigkeit für ihre Zukunft, der Zweifel am Wert der eigenen Person, die Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens und der Wunsch, in all dem nicht alleine zu sein, sondern gemeinsam mit anderen einen Weg zu gehen. Indem sie die Zuneigung der Mitarbeiter und der Paten erfahren, werden sich die Kinder ihrer eigenen Würde wieder bewusst. Freddy erklärt: “Rose ist für mich wie eine Mutter, die mich auf meine Bestimmung hin begleitet. Wenn ich Rose anschaue, finde ich ein Glücklichsein, als ob ich biologische Eltern hätte. Durch ihr Gesicht hindurch habe ich Jesus Christus gesehen. Er ist gegenwärtig.”

Etliche Waisenkinder wurden von den Frauen in den Slums von Kireka und Naguru zusätzlich zu den eigenen Kindern aufgenommen. Um selber einen Beitrag für ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, stellen die Frauen Halsketten aus Altpapier her, die in Kampala und im Ausland verkauft werden. Auch hier in Deutschland haben wir reges Interesse daran vorgefunden. Die Arbeit ist wesentlich weniger anstrengend als die sonst übliche in den Steinbrüchen.

Manche Frauen konnten von dem Ertrag Lehmziegel kaufen und anstelle der Lehmhütte ein Haus mit einem Raum bauen. Viele weitere Verbesserungen sind uns bei einem Spaziergang durch Kireka aufgefallen: Im Steinbruch, wo in glühender Hitze, Felsen mit einem einfachen Hammer zu Schotter geschlagen werden, sind immer weniger Frauen und während der Schulzeit kaum noch Kinder anzutreffen.

Die Patenschaften und die Kettenherstellung sind nur zwei von vielen Initiativen des Meeting Point International. Die Lehrerfortbildungsstätte ist eine ausgezeichnete Ergänzung zu dem schon lange bestehenden Kindergarten und der Grundschule. Ganz neu wird jetzt eine weiterführende Schule errichtet. Der Unterricht findet bereits in den Räumen der Grundschule statt. Die neue Schule soll im Mai 2011 fertig sein.

Im Welcoming House, dem Waisenhaus des Meeting Point, sind derzeit 53 Straßenkinder untergebracht. Die meisten von ihnen besuchen Schule oder Kindergarten. Einige haben jedoch von den extremen Umständen ihrer Geburt – sie wurden im Straßengraben oder auf Müllhalden gefunden – gesundheitliche Schäden, die es ihnen (noch) nicht ermöglichen, zur Schule zu gehen.

Aids-Ambulanz

Ein Besuch im Rubaga-Hospital, dem Diözesankrankenhaus Kampalas, konnten wir einen Einblick in die AIDS-Ambulanz nehmen. HIV-Tests und Medikamente werden hier auf Regierungskosten bereit gestellt. Schwangere können an einem Vorsorgeprogramm teilnehmen, um die Infektion des ungeborenen Kindes zu verhindern. Doch auch HIV-positive Kinder haben dank kindgerecht als Sirup zubereiteter Aids-Medikamente gute Überlebenschancen. Der Eintritt in die Pubertät stellt sie aber vor neue Probleme: wie können sie mit der von ihnen ausgehenden Ansteckungsgefahr umgehen? Finden sie einen Lebenspartner?

An das Krankenhaus angegliedert ist das Catholic Social Training Center, das berufsbegleitende Fortbildungen anbietet und eng mit der katholischen Uganda Martyr’s University zusammen arbeitet. An allen Universitäten in Uganda ist das Studium sehr teuer. Die Studiengebühren betragen je nach Fachrichtung zwischen 800 und 1200 Euro pro Jahr. Begabte Schulabsolventen des Meeting Points würden wir gerne auch nach dem Ende der Schulzeit unterstützen. Wer diese Initiative fördern möchte, kann mit dem Stichwort “Studium” spenden.

Insgesamt zeigt sich, dass Projekte zur Bildungsarbeit immer wichtiger werden, da die schulische Infrastruktur und auch die pädagogischen Ansätze in Uganda oft unzureichend sind. Wir werden daher in Zukunft neben den Patenschaften auch solche Projekte fördern.

Share Button
Veröffentlicht unter Archiv