An der Seite junger Geflüchteter in Athen

An der Seite junger Geflüchteter in Athen

Die Casa Famiglia in Athen setzt ihre Lebensmittelhilfe für besonders bedürftige Menschen mit großem Engagement fort. Derzeit werden regelmäßig rund 60 geflüchtete Menschen und Familien unterstützt, die unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leben. Für viele von ihnen ist die Lebensmittelverteilung eine wichtige Hilfe, um den Alltag bewältigen zu können.
In den vergangenen Wochen hat sich das Team um Filippo und Fabiola einer neuen Herausforderung gestellt. Zahlreiche junge Geflüchtete aus dem Sudan leben derzeit auf den Straßen Athens und haben in verschiedenen Parks der Stadt notdürftig Zuflucht gefunden. Die meisten sind nach Einschätzung unserer Partner noch minderjährig. Dennoch werden sie bei ihrer Registrierung häufig als volljährig erfasst. Dadurch verlieren sie den Zugang zu besonderen Schutzrechten und Unterstützungsangeboten, die unbegleiteten Minderjährigen eigentlich zustehen würden.
Nachdem sie das Flüchtlingslager verlassen mussten, sind sie nun ohne feste Unterkunft und oft ohne ausreichende Versorgung.
Um diesen jungen Menschen beizustehen, bringt das Team der Casa Famiglia zwei- bis dreimal pro Woche Lebensmittel zu den Orten, an denen sie leben. Inzwischen werden auf diese Weise rund 30 sudanesische Jugendliche regelmäßig erreicht. Darüber hinaus öffnet die Casa Famiglia jeden Donnerstag die Türen der Capanna für sie: Dort können sie duschen, gemeinsam zu Mittag essen und einige Stunden in einem sicheren und respektvollen Umfeld verbringen.

Die Situation der Jugendlichen ist äußerst belastend. Sie erleben täglich Ausgrenzung und Ungerechtigkeit. Auch die Freiwilligen der Casa Famiglia werden bei ihren Einsätzen teilweise angefeindet, weil manche Menschen nicht möchten, dass den jungen Geflüchteten Unterstützung angeboten wird. Dennoch lassen sich Filippo, Fabiola und ihr Team nicht entmutigen. Die Begegnungen mit den Jugendlichen erinnern sie immer wieder daran, dass hinter jeder Fluchtgeschichte ein junger Mensch steht, dessen Würde, Hoffnung und Menschlichkeit bewahrt werden müssen.

 

Die Begegnungen mit den jungen Sudanesen zeigen immer wieder, wie viel eine warme Mahlzeit, eine Dusche oder einfach ein offenes Ohr bewirken können. Inmitten eines schwierigen Alltags entstehen Momente der Gemeinschaft, des Vertrauens und der Hoffnung.

Die Bilder zeigen junge Menschen, die trotz aller Herausforderungen ihre Lebensfreude nicht verloren haben, und ein Team von Helferinnen und Helfern, das ihnen mit Respekt, Würde und Herz zur Seite steht. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen dafür, dass Menschlichkeit keine Grenzen kennt.

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