LIBANON – Ein Tag der Freude mitten im Krieg

Ein Tag der Freude mitten im Krieg

Die Hoffnungslosigkeit in Beirut ist groß – mitten im Krieg. Familien, die bereits zuvor täglich ums Überleben gekämpft haben und auf die Unterstützung von Flamme de Charité  angewiesen sind, sind in eine noch schwierigere Lage geraten. Durch den Krieg mussten zahlreiche Geschäfte und Unternehmen schließen, sodass viele Menschen ihre Arbeit verloren haben – Arbeit, die ihnen zumindest ein Einkommen von 200 bis 400 Dollar im Monat ermöglichte, um ihre Familien zu versorgen.

Seit über einem Monat können zahlreiche Kinder nicht mehr zur Schule gehen, da diese in Notunterkünfte umgewandelt wurden, um mehr als eine Million Geflüchtete aus dem Süden der Stadt und des Landes aufzunehmen. Stattdessen verbringen sie ihre Tage in kleinen, oft feuchten Wohnungen. Die Belastung ist groß. Nachts greifen manche zum Telefon und rufen Penelope an, auf der Suche nach Trost. Oft schweigen sie aber, es fehlen ihnen die Worte für das, was sie fühlen – doch ihre Stille ist sehr laut.

Umso bedeutender ist das Osteressen, das Penelope jedes Jahr organisiert. Gerade jetzt ermöglicht es den Kindern und ihren Familien, für einen Moment aus ihrem Alltag auszubrechen. Für einen Tag können sie ihre Wohnungen verlassen, den Krieg vergessen und einfach gemeinsam Zeit verbringen – bei einem besonderen Essen und auf einem Spielplatz, den viele sonst nie besuchen würden.

Die Bilder und Videos dieses für viele unvergesslichen Tages sprechen für sich. Eine Teilnehmerin schreibt:

"Heute wurde uns bewusst, wie wichtig diese Organisation ist. Heute haben wir verstanden, dass jede Familie in dieser Organisation eigentlich zwei Familien hat – ihre kleine und ihre große.

Heute, sobald ich angekommen war, suchte ich nach den Familien, die ich gewohnt bin zu sehen, die sich in festlichen Momenten versammeln und gemeinsam glücklich sind.

Wir sind daran gewöhnt, dass Support International Familien zusammenbringt, uns und sie; als kämen wir aus demselben Land, obwohl wir uns vorher nicht kannten. Und durch ihre Freundlichkeit und Liebe haben sie uns zusammengebracht.

Vielen, vielen, vielen Dank für diese wundervolle Großzügigkeit. Möge Gott es euch um ein Vielfaches vergelten.

Ehrlich gesagt, trotz allem, was wir durchmachen, trotz des Krieges, haben wir heute all die schwierigen und harten Dinge vergessen … nur wegen der Freude unserer Kinder … der Freude, in ein Restaurant zu gehen, als ob sie spürten, dass wir immer noch das Recht zu leben haben.

Vielen, vielen Dank an jeden einzelnen von euch. Möge Gott euch segnen "

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