Ssonde

Ssonde: ein Stadtbauernhof für das Welcoming House

Der Meeting Point International (MPI) hat in Ssonde, einem Ort im nördlichen Einzugsgebiet von Kampala, eine verlassenen Farm geschenkt bekommen, umgeben von über 6000 m² fruchtbaren Land. Die Farm, welche durch die direkte Anbindung an die Hauptstraße 2 optimal zu erreichen ist, steht auf sehr fruchtbaren Schwemmlandböden, ideale Voraussetzung für Gartenbau und ggf. auch Viehzucht. 

Die Gebäude im oberen Teil des Grundstückes (siehe 3 in Abbildung 1) waren zwar in einem schlechten Zustand, aber alle in ihrer Substanz so gut erhalten, dass sie durch relativ überschaubare Renovierungsarbeiten schnell in einen sehr guten Zustand versetzt werden konnten. Im Einzelnen sind das zwei Häuser für die Bewohner mit Küche und Lager sowie eine Latrinen-Einheit und mehrere Ställe, derzeit genutzt für Kaninchen-, Geflügel- und Schweinehaltung. 

Im unteren Teil des Grundstückes befindet sich ein Bohrloch als Wasserquelle – genug Wasser, um den Wasserbedarf der ganzen Farm auf absehbare Zeit zu decken. 

Derzeit wird der Anbau von Getreide und Gemüse - wie Maniok und Bananen, Karotten und Kohlköpfen - für den Bedarf des Welcoming House genutzt. Auch Vieh wird zu diesem Zweck gehalten (Schweine, Hühner,  Kaninchen).

Abbildung 1 - Ssonde Farm (Quelle: Google Map)

Die Kinder des Meeting Point werden regelmäßig mit dem Kleinbus des MPI dorthin gefahren. Diese Ausflüge bereiten den Kindern nicht nur Spaß, sie sind auch lehrreich, weil sie viel über praktische Landwirtschaft, Anbaumethoden und ausgewogene Ernährung lernen.

Dieser Farm stellt also eine wunderbare Ressource für das MPI dar, die dank eines geplanten – und zum Teil bereit gestarteten – Sanierungsprojektes noch besser genutzt werden kann. Insbesondere folgende Ziele will man durch dieses Projekt erreichen: 

  • dem Welcoming House einen Teil seiner Ernährung zu sichern, 
  • den Jugendlichen des Welcoming House und anderen bedürftigen Jugendlichen eine Möglichkeit der Ausbildung in der Landwirtschaft zu bieten und dementsprechend ihre Arbeitsperspektiven zu erweitern, 
  • einer angegliederten Berufsschule mit dualer Ausbildung als praktische Ausbildungsstätte zu dienen,
  • dem Gymnasium als Ausbildungsstätte – für das neulich eingeführte Fach „Agrarwissenschaft“, welches den Jugendlichen nahebringen soll, die Landwirtschaft als attraktive Berufsmöglichkeit zu entdecken – zu dienen
  • ein Ort der Erholung, der Schönheit und der Freude für die Kinder des Welcoming House zu werden.

Dieser Aufbau wird bewusst systematisch und mit großer Professionalität geplant und durchgeführt, da am Aufbau selbst schon Jugendliche beteiligt werden sollen und es damit von Anfang an eine Anleitung sein soll, wie man Projekte in der Landwirtschaft professionell angeht. In dem Sinne ist es auch ein Erziehungs- und Bildungsprojekt. 

Hier können Sie mehr über die Sanierungspläne und deren Fortschritte erfahren.

Im Februar 2020 konnten wir bei einer Projektreise nach Uganda das Grundstück persönlich in Augenschein nehmen und den Baufortschritt der ersten Maßnahme – des Baus einer Schutzmauer um das ganze Gelände, um Diebstähle zu verhindern – begutachten. Die Mauer stand schon zu einem großen Teil. Wir konnten uns dabei auch vom Potential des landwirtschaftlichen Areals überzeugen, das im Augenblick noch weitgehend brach liegt, da bislang alle Anstrengungen, es besser zu nutzen, durch Diebstähle wieder zunichte gemacht wurden. Deswegen war und ist der aufwendige Bau einer stabilen Schutzmauer auch so wichtig.

 

Hier sehen Sie einige Impressionen zu unserem Besuch in Ssonde

Wir würden uns freuen, dieses Projektvorhaben zu unterstützen!

Wenn Sie mitmachen möchten, spenden Sie bitte mit dem Verw. Zweck: Ssonde

 

Projektverantwortung: Erica Berni