Poor Patients Fund – Hilfsfonds für arme Patienten

Aus dem Poor Patients Fund (PPF) erhalten Patienten Hilfe, die zu arm sind, um ihre Krankenhausrechung selbst zu bezahlen. Ein Beispiel dafür ist die Familie des kleinen Daniel, der mit schweren Verbrennungen in das Lubaga Hospital eingeliefert wurde, als wir bei unserer letzten Reise im Februar 2014 gerade die Kinderstation besuchten. Nur ein Viertel des nach der zweiwöchigen Therapie fälligen Betrages konnten die Eltern bezahlen. Der Rest wurde von den Spenden aus dem PPF finanziert. Einzelheiten zu Daniels Geschichte finden Sie hier.

Creatoris+JosephatHintergrundinformationen

Das Lubaga Hospital ist umgeben von Elendsvierteln, in denen zigtausende Menschen unter ärmlichsten Bedingungen leben. Für viele von ihnen ist bereits eine einfache ärztliche Behandlung nicht bezahlbar. Ein Krankenhausaufenthalt ist erst recht existenzbedrohend.

Auch das Krankenhaus möchte nicht, dass die Familien Haus oder Grundstück verkaufen, um ärztlich behandelt werden zu können. Dann würden sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus vor dem Nichts stehen und müssten alles neu aufbauen.

Daher sollen bestimmte Patientengruppen kostenlos oder nur mit einem zumutbaren Kostenanteil ambulant und stationär behandelt werden können. Dazu gehören bespielsweise kinderreiche Familien, deren Eltern arbeitslos sind; verlassene Kinder und Waisen; HIV/AIDS-Patienten, die aufgrund von Diskrimierung alleine leben; sowie arme Mütter, die einer Operation bedürfen und alleinstehende Wöchnerinnen.

Für sie wurde der Poor Patients Fund geschaffen.

Eine Sozialarbeiterin prüft die Bedürftigkeit der Patienten durch Gespräche, die Bearbeitung eines Fragebogens sowie durch Hausbesuche. Gemeinsam mit dem Finanzverwalter des PPF entscheidet sie über die Höhe der für diesen Patienten verfügbaren Mittel. Dann kann die Behandlung im Lubaga Hospital in Ruhe weitergeführt werden.

Umfang und Verwendung der Finanzmittel werden genau protokolliert und die Dokumente an Support International e.V. übermittelt. Einige Beispiel von Patienten, für die auf den PPF zurückgegriffen wurde, finden Sie hier.

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