Meetingpoint International

Meeting Point International

Ein neues Leben in den Slums von Kampala

 

„Wir bieten den Frauen, Männern und Kindern eine Freundschaft an, in der sie nicht auf ihre Probleme und Krankheiten reduziert werden. Wir nehmen sie an und umarmen sie, weil ihr Menschsein eine unendliche Würde hat.“

Rose Busingye (Initiatorin des Meeting Point International)

Eine außergewöhnliche Geschichte

Alles begann mit einer jungen Krankenschwester in Uganda, Rose Busingye, die in einem Krankenhaus in Kampala AIDS-Kranke pflegte. Im Krankenhaus konnte sie nur wenig gegen die Krankheit ausrichten. So fing sie an, die Betroffenen, denen es besser ging, auch zu Hause zu begleiten. Meist war das in Kireka, einem Armenviertel Kampalas, in dem vor allem Kriegsflüchtlinge leben. Dort begann eine Freundschaft mit den AIDS-Kranken und ihren Familien.

Vicky, eine der Frauen, berichtet: „Rose ist einfach hereingekommen. Ich wollte nur noch sterben. Aber sie hat die Tür aufgebrochen und sich neben mich gesetzt! 'Vicky', hat sie gesagt, 'weißt du denn nicht, dass dein Wert viel größer ist als die Macht deiner Krankheit?' durch Rose habe ich entdeckt, dass ich einen unendlichen Wert als Mensch habe, egal wie krank oder schwach ich bin.“

Wer Rose kennengelernt hat, kann nachvollziehen, welche Kraft ihre Worte haben. „Jeden Tag arbeite ich mit Menschen, deren Leben vor allem von Leid geprägt ist, Menschen mit AIDS. Mütter wachen morgens auf und weinen um ihre toten Söhne, Kinder weinen um ihre verstorbenen Eltern. Ich kann diesen Menschen nur helfen, wenn ich selbst mit einer Hoffnung und Gewissheit lebe, in der auch Leiden und Tod nicht völlig sinnlos sind.“

Der Meeting Point International

Für die Frauen, die Rose begegneten, begann ein neues Leben. Sie fingen wieder an, sich schön zu machen, mit anderen zu singen, zu tanzen, zu trommeln. Und sie gingen zu ihren kranken Nachbarn und kümmerten sich um diese, wie Rose es getan hatte. Wenn jemand seinen Wert entdeckt, ergreift er die Initiative und übernimmt Verantwortung, für sich und für andere. Die Frauen begannen beispielsweise, mit großer Kreativität Ketten aus Altpapier anzufertigen, und verkauften diese.

Der Treffpunkt der Frauen erhielt den einfachen Namen 'Meeting Point'. Den Zusatz 'International* fügten die Frauen ein paar Jahr später hinzu, 'weil das Herz des Menschen das gleiche ist', egal zu welchem Stamm, welcher Rasse er gehört oder von welchem Kontinent er kommt. Beim Meeting Point International ist jeder willkommen – für die afrikanische Stammeskultur ist das etwas unerhört Neues.

Heute ist der Meeting Point eine von der ugandischen Regierung, der WHO und der UNICEF anerkannte Hilfsorganisation. Im Annual Report 2017  finden sie eine ausführliche Dokumentation über die Aktivitäten des Meeting Points und des Welcoming House. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wenden Sie sich einfach direkt an unsere

Projektverantwortung

Veronika Haag:   veronika.haag@supportinternational.de