Syrien

Syrien - Erste Schritte des Wiederaufbaus

Wir hören noch die Worte in unserem Herzen, die der gekreuzigte Jesus an den Heiligen Franziskus zu Beginn seines Weges gerichtet hat: „Richte mein Haus wieder auf, siehst du nicht, dass es zusammenbricht?“. Dieser Satz ist das Motto unserer Mission, gestern, heute und morgen. Wir versuchen mit aller Kraft, uns weiterhin für diesen „Wiederaufbau“ auf allen Ebenen einzusetzen, insbesondere den „Wiederaufbau“ des Menschen und der Familien.

(Pater Ibrahim)

Für unsere Projekte in Syrien kooperieren wir mit ATS (Assoziazione Pro Terra Sancta). ATS ist gewissermaßen der weltliche Arm der Kustodie im Heiligen Land. Sie unterstützt alle Werke der Franziskaner in Israel, Jordanien, Libanon und insbesondere auch in Syrien. Die Werke in Syrien sind unter anderen:

  • Wiederaufbau von zerstörten Wohnungen (ca. 3.000 Euro für eine Wohnung)
  • Darlehen für Klein-Unternehmen als Starthilfe
  • Verteilen von Lebensmittelpaketen
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Notfall-Zentren

Das Werk der Franziskaner in Damaskus

Seit Ausbruch des Konflikts herrscht aufgrund der langen Kämpfe ein fortschreitender Mangel an Medikamenten und medizinischer Versorgung. Rund 13,5 Millionen Syrer befinden sich in humanitärer und gesundheitlicher Not. Gleichzeitig ist die Situation des syrischen Gesundheitssystems nach wie vor prekär, nicht zuletzt da ca. 60% der Krankenhäuser und ca. 38% der medizinischen Grundversorgung durch den Krieg beschädigt oder zerstört wurden.

 

Das medizinische Zentrum in Al-Tabaleh

2014 haben die Franziskaner in ihrem Kloster Al-Tabaleh ein medizinisches Zentrum eingerichtet, in dem chronisch kranke und an Krebs erkrankte Menschen aufgenommen und gepflegt werden. Die Patienten kommen von weither aus verschiedenen Städten Syriens, wie Hasakah, Qaminshli oder Aleppo, um in Damaskus die spezielle medizinische Behandlung zu erhalten, die für sie notwendig ist.

Das medizinische Zentrum des Klosters übernimmt neben den Kosten für die Unterbringung und die Verpflegung der Patienten auch die Ausgaben für die Medikamente und die Behandlung der ärmsten Patienten vor Ort. Zusätzlich zur medizinischen Behandlung steht die kostenlose persönliche Assistenz im Mittelpunkt der Arbeit im Zentrum von Al-Tabaleh, da sich diese Begleitung positiv auf die Lebenseinstellung der Patienten und auf ihre Rückkehr in die Arbeitswelt auswirkt.

2016 wurden im Zentrum der Franziskaner 108 Patienten aufgenommen, 2017 waren es bereits 125. Die Tendenz ist steigend.

Notfallzentrum in Bab Touma

 

Bab Touma ist ein Stadtviertel von Damaskus, das von unserer Partnerorganisation ATS in Zusammenarbeit mit dem Franziskanerorden errichtet wurde und von ihnen vor Ort verwaltet wird. Dort werden jeden Monat Medikamente, Lebensmittelpakete und andere Notfallwaren an 500 Familien verteilt.

Mit der Unterstützung von Support International wurden 30 Familien für 3 Monate mit Medikamenten versorgt. Außerdem wurden Kost, Logie und Medikamente für zwei Patienten übernommen.

Projektverantwortung

Erica Berni-Hügel: erica.berni@supportinternational.de