Infos und Hintergründe

 

Ausführlichere Informationen und Hintergründe:

Der Bezirk „Salicelle“ in Afragola - ein heruntergekommenes Viertel im Norden von Neapel

  • Die Wohnblocks wurden 1980 als provisorische Unterkünfte für die Opfer eines Erdbebens errichtet.
  • Die ca. 10.000 Bewohner gehören vorwiegend gefährdeten sozialen Schichten des neapolitanischen Hinterlands an.
  • Das Viertel ist geprägt von vielschichtigen negativen Phänomenen wie Mikrokriminalität, Misswirtschaft, Korruption, Drogenabhängigkeit und Promiskuität.
  • Kinder und Jugendliche leiden besonders unter dem Mangel an Bildung und Perspektiven.

Eine ghettoisierte Mentalität

  • Die Perspektivlosigkeit führt oftmals zu mangelndem individuellen Selbstbewusstsein sowie zu mangelndem Vertrauen in die Gemeinschaft
  • Es herrscht eine Atmosphäre teils verbitterten Argwohns gegenüber der Gemeinschaft

Eine strukturelle Isolation

  • Der Bezirk wurde notgedrungen ohne jegliche stadtplanerischen Ziele und Überlegungen zur Sozialisierung errichtet.
  • Er besteht aus planlos nebeneinander gesetzten Hochhäusern von niedriger Bauqualität, was das Baumaterial und die Infrastruktur wie Straßen und deren Beleuchtung angeht.

Destrukturierende Unsicherheit

  • Die allgemein unsichere Situation wirkt sich negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen aus und trägt zu einer schwer erträglichen von Mistrauen geprägten Atmosphäre bei.
  • Daraus entstehen Banden- und Gruppenbildungen, auf welche die verunsicherten Individuen glauben angewiesen zu sein.
  • Somit wird durch die Gruppe ein Zerrbild des Zugehörigkeitssinnes befördert, das auf der Regel „Der Stärkere überlebt“ basiert.

Ein Weg der Erneuerung

  • Ziel des Alpha Centers ist es, zur Wiederherstellung des sozialen Gefüges im Bezirk beizutragen.
  • Dank des Engagements internationaler Freiwilliger und junger berufstätiger Einheimischer hat sich ausgehend von den Kindern zu deren Familiengemeinschaft sowie zur Schule und der Pfarrei ein Netz positiver Beziehungen entwickelt.

Von der Fussball-Leidenschaft zu Bildung und Erziehung

  • Durch den sukzessiven Auf- und Ausbau von Fussballmannschaften und Trainings für die Kinder und Jugendlichen gelang es den ca. 30 volljährigen Ehrenamtlichen (Studierende und junge Berufstätige) darüber hinaus andere Aktivitäten wie Nachmittagsunterricht und Hausaufgabenbetreuung zu etablieren.
  •  Zur individuellen Unterstützung von Kindern bildungsferner Haushalte wurde mit den Lehrkräften der Schulen am Ort kooperiert und individueller Nachhilfeunterricht gegeben.
  • Die Organisation von Exkursionen sowie Sommer- und Winterferiencamps ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen die Natur zu erkunden und trägt zur ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung bei. Neben der Vermittlung von Werten wie Respekt und einem friedlichen Umgang, wird auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur gefördert. Das führt zu einem Zugehörigkeitsgefühl gegenüber einer bildungsvermittelnden Gemeinschaft.