Meeting Point International Kampala/Uganda

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1990 entstand in Kitgum/Norduganda der erste Meeting Point als Selbsthilfegruppe aufgrund der Initiative einiger Entwicklungshelfer und ihrer ugandischen Freunde. Ihr Ziel war es, auf die Probleme der AIDS-Erkrankung ihrer Familienmitglieder und Freunde eine Antwort zu finden, und diese angesichts der Krankheit und des Todes nicht alleine zu lassen. Inzwischen ist der Meeting Point auch in Kampala sowie in Hoima/Westuganda tätig. Er ist sowohl bei der Regierung Ugandas als auch von der Weltgesundheitsorganisation und der UNICEF als Hilfsorganisation anerkannt.

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, arbeiten zur Zeit unter der Leitung der ugandischen Krankenschwester Rose Busingye sechs Vollzeit-Mitarbeiter, 17 Vollzeit-Helfer, zwei Teilzeit-Krankenschwestern sowie ein Teilzeit-Arzt. HIV/AIDS-Kranke werden von ihnen beraten und medizinisch versorgt. Das geschieht in der wöchentlichen Sprechstunde oder bei Hausbesuchen. Dabei bringen die freiwilligen Helfer nicht nur materielle und medizinische Hilfe, sondern sie kümmern sich ebenso um die Reinigung der Hütten, das Waschen der Wäsche und die Pflege und Begleitung der Kranken bis hin zum Tod.

Durch ihre Hilfe und die Freundschaft, die sie den Kranken und deren Familien entgegenbringen, ermöglichen die Mitarbeiter des Meeting Point nicht selten die Überwindung der Angst, der Scham und des Mißtrauens der Familienmitglieder untereinander. Sie geben den Patienten ihr Selbstbewußtsein zurück und helfen ihnen, aus der Schutzlosigkeit und Isolation wieder in die Familie zurückzukehren.

Oft werden die Kranken, die mit Hilfe des Meeting Point ihren Gesundheitszustand verbessern konnten, wiederum zu freiwilligen Mitarbeitern, um anderen die Hilfe zuteil werden zu lassen, die sie selbst erfahren haben.

“Jeden Tag arbeite ich mit Menschen, deren Leben vor allem durch Leiden bestimmt ist, Menschen mit HIV /AIDS. – Mütter wachen morgens auf und weinen um ihre verstorbenen Söhne, Kinder weinen um ihre verstorbenen Eltern. Ich kann diesen Menschen nur helfen, wenn ich selbst mit einer Hoffnung und einer Gewissheit lebe, in der auch Leiden und Tod nicht völlig sinnlos sind.”
(Rose Busingye, Leiterin des Meeting Point Kampala)

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