Aufforstung und Pflege des Waldes von Ebl el Saqi

Aufforstung und Pflege des Waldes von Ebl el Saqi

-> ein Cash for Work-Projekt

Das Projekt wurde im Wald von Ebl el Saqi verwirklicht, in Marjayoun im Süden Libanon. Das Dorf zählt ca. 1750 Einwohner und in der Umgebung wohnen noch 1050 syrische Flüchtlinge vor allem in informellen Zeltlager.

AVSI hat vom Agrarministerium die Erlaubnis bekommen, die Bäume erst am Ende vom Herbst zu schneiden, um die Schnittzeiten der Vegetation zu respektieren.

Das Projekt startete also am 7. November. AVSI hatte im Voraus die Arbeiter ausgewählt und sie in Arbeitsgemeinschaften organisiert. Es ging um 4 Mannschaften von je 9 Nicht-Fachleute und jeweils von einem Fachmann als Supervisor. Insgesamt haben 62 Männer gearbeitet für 790 Arbeitstage, da nicht alle für die maximal vorgesehene Arbeitsdauer (30 Tage) gearbeitet haben.

Diese Arbeiter sind Syrische Flüchtlinge der Flüchtlingslager von Khiam, Sarada und Blat und Libanesische gefährdete Männer von der Region Marjayoun. Die Initiative Cash for Work erlaubt Ihnen ein Gehalt zu verdienen durch ihre Arbeit, wodurch sie ihre Familie unterstützen können ohne auf die reine Assistenz zurückgreifen zu müssen. Das formelle Arbeitsverbot in Libanon verursacht Armut und Abhängigkeit von Nothilfe, wobei diese Art von Initiative hilft den Männern ihre Würde zurückzugewinnen, da der Cash for work immerhin eine kleine Einkunft garantiert.

In diesem Falle ging es um die Beschneidung der Bäume und die Reinigung des Forstes für eine Fläche von insgesamt 10.000 m2 im nordwestlichen Bereich des Forstes.

Es wird täglich von 7 bis 14 Uhr gearbeitet. Oft arbeitet man auch am Wochenende, je nach Verfügbarkeit der Arbeiter. Um 11 Uhr bekommen die Mannschaften eine Mahlzeit und warmen Tee und sie dürfen eine halbe Stunde Pause machen. Am ersten Tag wurde eine Infoveranstaltung angeboten, um die Arbeiter über die Sicherheitsmaßnahmen zu sensibilisieren, dabei wurden Helme, Handschuhe und Jacken verteilt. In der Tat Unfälle geschehen ziemlich oft und nur die erfahrenen Arbeiter dürfen Motorsägen verwenden, um die höheren Äste zu schneiden. Alle andere schneiden die geschnittenen Äste in kleineren Teile ab und räumen das Unterholz von Schneideresten und Gestrüpp ab. Alle Arbeiter sind versichert gegen Unfälle, Verletzungen oder Insektenstiche oder Schlangenbisse.

Die Löhne belaufen sich um 20 Dollar pro Person/Tag für die Arbeiter und 30 Dollar pro Person/Tag für die Supervisoren, weil diese auch die Verantwortung für ihre Mannschaft tragen und auch für den Transport der Arbeiter zuständig sind. Das Gehalt ist angemessen der üblichen örtlichen Gehaltstufen, sodass es zu keiner Spannung in der Gegend führen kann.

Diese Cash for Work Initiative hat also 790 Arbeitstage gegönnt und dadurch konnten 62 Familien davon profitieren. Zusätzlich können die Arbeiter das übrige Holz verwenden um die Zelten zu beheizen.

Das Agrarministerium hat die Forstarbeiten mehrmals kontrolliert und mitgeteilt, welche Bäume zu beschneiden waren.

Während der letzten zwei Arbeitstagen wurde auch eine Gruppe von Frauen engagiert um die kleinen Äste zu sammeln, um ein Brandrisiko zu vermeiden. Sie wollten dabei helfen, weil das Gehalt 3 mal so hoch ist, als das was sie in den Feldern bekommen und in den Feldern sehr oft beschimpft werden, was hier nicht der Fall ist. Sie haben Interesse gezeigt, in zukünftigen Initiativen von Cash for Work auch dabei zu sein.

Am Ende des Monats haben die Männer angefangen, einen Arabisch-Kurs zu besuchen; der Unterricht wurde von einem Parallelprojekt finanziert und es wurden in den Zelten insgesamt 50 Stunden angeboten. Solche Initiativen tragen dazu bei, die Lebensbedingungen der Flüchtlinge zu verbessern.

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